Werner von Siemens
Unser Namensgeber Werner von Siemens hat unser Schulprofil stark beeinflusst:
Unseren pädagogischen Auftrag sehen wir neben der Wissensvermittlung auch darin, unseren Kindern eine Heimat zu geben, ihnen zu verdeutlichen, dass sie nicht Schüler irgendeiner Schule, sondern Schüler der Werner-von-Siemens-Schule sind. Es soll ihnen bewusst sein, dass sie Teil einer Schule sind, die erst als Gemeinschaft ihr eigenes Profil erhält. Diese Schüler-Lehrer-Elterngemeinschaft erfährt ihren Zusammenhalt auch durch einen gemeinsamen Namen.
Werktagsvolkshauptschule, Schule Friedbergerau, Schule an der Allgäuer Straße, Schule an der Neuschwansteinstraße, Schule Hochzoll-Nord.
All diese Namen jedoch haben lediglich den Standort bezeichnet.
Wir aber waren auf der Suche nach einer Identifikationsmöglichkeit, die über eine reine Ortsbezeichnung hinausreicht.
Wir haben lange überlegt und viele Gespräche geführt und am Ende war die Idee zur
Werner-von-Siemens-Schule
geboren!
Warum gerade Werner von Siemens, werden sich viele fragen. Lassen Sie uns in kurzen Worten die Persönlichkeit dieses Mannes kennzeichnen, den wir für würdig empfunden haben, Pate unserer Schulen zu sein:
Werner von Siemens war Visionär. Seine Vorstellungskraft einer technischen Entwicklung hat ihn zu einem herausragenden Erfinder gemacht. Zeigertelegraph, Dynamomaschine und die erste elektrische Eisenbahn, um nur einige zu nennen, waren bedeutende Ergebnisse seines Schaffens.
Doch gäbe es heute keine Firma Siemens, hätte Werner von Siemens nicht eine weitere Qualität seiner Persönlichkeit entwickelt: Er wurde Unternehmer, bald auch im Ausland. Seine Leistungen auf vielen Gebieten der Elektrotechnik sind bis heute Grundlagen des Firmenerfolges.
Über diese Fähigkeiten hinaus rundet sich das Persönlichkeitsbild Werner von Siemens' ab durch sein soziales Engagement. Er hat in seinem Unternehmen Sozialleistungen eingeführt, die der Untemehmenskultur von damals weit voraus waren.
Aus der Schilderung dieser hervorstechendsten Persönlichkeitsmerkmale leitet sich für uns ab, dass der Name "Werner von Siemens" auch ein Stück Erziehungsprogramm sein soll. Schule kann und darf sich nicht darauf beschränken, Fakten und Wissen zu vermitteln. Sie muss unseren Kindern gleichermaßen Werte und Orientierung mit auf den Weg geben. Sie muss der heranwachsenden Generation Grundeinstellungen nahe bringen, die sie stark machen für die Zukunft.
Gefordert sind jene Eigenschaften, die Werner von Siemens ausgezeichnet haben:
Aufgeschlossenheit für Neues, Tatkraft, Unternehmensgeist, aber auch Verantwortungsgefühl gegenüber dem anderen und der Gesellschaft.
Es mag sehr anspruchsvoll klingen, aber unsere pädagogische Vision ist es, unseren Schülerinnen und Schülern möglichst viel von diesem Geist zu vermitteln:
- Wir wollen unsere Kinder dazu befähigen, ihre Kreativität auf konstruktive Weise zu entfalten.
- Wir wollen ihnen in der heutigen Informationsgesellschaft das grundsätzlichste aller Werkzeuge mitgeben, nämlich lernen zu lernen.
- Wir wollen Unterrichtsmethoden anwenden, die „unternehmerische Tugenden" wie Eigeninitiative, Leistungswillen, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit fördern.
- Wir wollen die Schüler dahin lenken, soziale Kompetenzen zu entwickeln, also die Fähigkeit zur Kommunikation, zur Teamarbeit und zur Übernahme von Verantwortung für andere.
- Wir wollen in einer Welt, die immer mehr zusammenwächst, nicht zuletzt für Aufgeschlossenheit über die Grenzen hinweg werben - für andere Länder, andere Sprachen, andere Kulturen.
- Wir wollen zu einem nachhaltigen Lebensstil ermutigen, bei dem die Schüler die Konsequenzen des eigenen Handelns für Umwelt und Gesellschaft bedenken lernen, auch über die Schulgrenzen hinaus.
Gerade in Schulen, wo die Grundlagen für die Zukunftsbewältigung durch kommende Generationen geschaffen werden, muss die Devise heißen:
Zukunft hat, wer sie verantwortungsvoll und offensiv gestaltet.
Werner von Siemens ist dafür beispielgebend.
So setzen wir die Persönlichkeitsmerkmale des Werner von Siemens um:
Werner von Siemens
Erfinder, Unternehmer und Genie
“Es wird für junge Leute lehrreich und anspornend sein (...), dass ein junger Mann auch ohne ererbte Mittel und einflussreiche Gönner allein durch seine Arbeit sich emporschwingen und Nützliches leisten kann”.
Sein Lebenswerk
- geboren 1818, stammt aus kleinen Verhältnissen
- verlässt das Gymnasium mit 17 Jahren
- Studium an der Berliner Militärsakademie, lernt bei Ohm und anderern Größen seiner Zeit
- 1847 Gründung der ersten Telegraphenbauanstalt gemeinsam mit Johann Friedrich Halske
- Erfindung der Guttaperchapresse, die Telegraphenkabel mit einer kautschukähnlichen Schicht ummantelt
- 1853: Großflächiges Telegraphennetz in Russland
- 1866 Erfindung der Dynamomaschine (Abb. oben)
- Mannheim, 1880: Elektrischer Aufzug
- Berlin, 1881: Elektrische Straßenbahn
- 1892/93: Erster funktionsfähiger Drehstrommotor
1897 stirbt Siemens in Berlin, das Unternehmen wird an seine Brüder übergeben, die den Konzern in den nächsten Jahren zum führenden Konzern der Elektrotechnik in Deutschland werden lassen.
Mitarbeitermotivation als Basis des Unternehmenserfolges:
Werner von Siemens:
“Es war mir schon früh klar geworden, dass eine befriedigende Weiterentwicklung der stetig wachsenden Firma nur herbeizuführen sei, wenn ein freudiges, selbsttätiges Zusammenwirken aller Mitarbeiter zur Förderung ihrer Interessen erwirkt werden könnte.”